Jugendschutzkonzept

Vorbemerkung

Die Fußball-Jugend-Arbeit ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil unseres Vereines und bildet die Grundlage und Basis der Vereinszukunft. Für uns ist klar, dass die Jugendarbeit der Grundstein unserer Vereinsarbeit ist. Ohne sie ist der Spielbetrieb von Seniorenmannschaften nahezu unmöglich. Der FC Borussia Derichsweiler baut deshalb auf eigene Nachwuchsspieler. Wir wollen erreichen, dass alle unsere Trainer mit der gleichen Spielauffassung an unserem gemeinsamen Ziel arbeiten. Das Ziel unserer Jugendarbeit wird darauf ausgerichtet sein, einen Spieler vollkommen auszubilden und für den Seniorenbereich zu qualifizieren.

Das Jugendkonzept des FC Borussia Derichsweiler 03 soll dabei helfen, die
Ausbildung der Jugendspieler zu regeln. Die Aufgaben eines Trainers haben sich in den letzten Jahren vom reinen Übungsleiter, der Trainingsaufgaben stellt und diese koordiniert, hinorientiert zum Motivator, Fußballlehrer, Freund und Vertrauten gesteigert.

Die Entwicklung individueller Persönlichkeiten sowie das Vermitteln von gesellschaftlich relevanten Werten wie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit etc., nehmen einen ebenso großen Stellenwert ein wie die sportliche Ausbildung.

Wir fördern Eigenschaften wie Respekt, Toleranz, Lernbereitschaft, Durchsetzungsvermögen sowie kameradschaftliches Verhalten. Um somit allen Jugendspielern, unabhängig von Alter und Leistungsvermögen, die Möglichkeit zu bieten, in der Gemeinschaft Fußball zu spielen.

Da aber zur Jugendabteilung nicht nur Jugendspieler und Trainer gehören, sind in diesem Konzept alle Beteiligten, die für die Jugendabteilung eine Rolle spielen, berücksichtigt. Dazu gehören neben den bereits Erwähnten auch der Verein und die Eltern der Jugendspieler.

Das Jugendkonzept wurde zusammen mit den Jugendfußballtrainern sowie den Verantwortlichen der Jugendfußballabteilung erstellt, unterliegt aber einer fortwährenden Überprüfung und Weiterentwicklung unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen und vereinsinternen Entwicklungen.

Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, wird hier und im folgenden Text nur die männliche Form genannt, stets ist die weibliche Form mit gemeint.

Ausgangssituation

Der FC Borussia Derichsweiler 03 ist ein Fußballverein, der dem FVM (Fußball Verband Mittelrhein), einem Unterverband des DFB, angehört. Im Vordergrund der Jugendarbeit steht die Ausbildung fußballerischer und sozialer Kompetenzen. Dies beinhaltet von allen Beteiligten einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang.
Als Beteiligte bezeichnen wir alle, die zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beitragen:

  • die Fußballer,
  • deren Eltern,
  • die betreuenden Trainer und Co- Trainer
  • und der Jugendvorstand.

Diese Beteiligten müssen in der Ausbildung, in Informationsflüssen und in Identifikationsfragen eine Symbiose bilden. Dazu gehört eine Bereitschaft sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander einzustehen. Eine Identifikation mit dem Verein und eine Wiedererkennung aller Jugendspieler untereinander, egal welchen Alters, unterstützt dies.

Zweck des Jugendkonzepts:


Unser Jugendkonzept
– stärkt das Wir-Gefühl innerhalb der Jugendabteilung des Vereins.
– unterstützt die Identifikation mit unserem Verein.
– gibt Trainern, Betreuern und Funktionären einen Wegweiser an die Hand.
– bildet die Grundlage für die sportliche Weiterentwicklung in unserem Verein.
– unterstützt, dass wir planvoll und frei von Zufallsprinzipien trainieren können.
– hilft bei möglichst reibungslosen Übergängen zwischen den Altersklassen.
– hilft uns, das Leistungsniveau der einzelnen Jugendmannschaften anzuheben.
– sorgt für eine positive Außendarstellung und Transparenz, so dass Eltern, Vereinssuchende, Gönner und Sponsoren die Zusammenhänge besser verstehen und unsere Philosophie erkennen.

Leitgedanke und Ziele

Identifikation – Die Kinder und Jugendlichen sollen sich wohlfühlen und sich mit der Philosophie des Vereins identifizieren. Die Kinder und Jugendlichen sollen frühzeitig in das Vereinsleben integriert und ihnen durch Einbindung in den ehrenamtlichen Bereich Verantwortung übertragen werden. Gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge und Vereinsfeste sollen die integrativen Maßnahmen unterstützen.

Sozialkompetenz – Tugenden wie Teamgeist, Teamfähigkeit, Respekt, Einsatzbereitschaft, Rücksichtnahme und Fairplay sind die grundlegenden Eigenschaften, die bei der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen des Förderkonzeptes unserer Jugendfußballabteilung zu vermitteln sind. Sie dienen als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Sport- und Lebensschule.

Darüber hinaus soll das Konzept zu einem aktiven Vereinsleben beitragen. In dem neben sportlichen auch die sozialen Aspekte bewusst berücksichtigt und gefördert werden. Dabei geht es, Kindern/Jugendlichen die Freude am Fußball zu vermitteln, unabhängig vom Leistungsvermögen, sowie sie zu sozialem und fairem Verhalten anzuleiten. Eine familiäre Vereinskultur mit einer offenen Kommunikation sowie eine bewusste Einbindung der Familie sind uns ebenso wichtig wie für unsere Sponsoren und Werbepartner, für die wir ein attraktiver, fairer und zuverlässiger Partner sein wollen.

Kontinuität und Nachhaltigkeit – sind Grundvoraussetzungen dafür, die Ziele und Nachwuchsarbeit erfolgreich umzusetzen, um die sportliche Zukunft zu sichern.

Unser Anspruch ist es, den Nachwuchsbereich durch eine attraktive, zielorientierte Jugendarbeit mit klaren Strukturen, zu einem Vorzeigemodell im Bereich Düren zu machen. Sowohl für Spieler, Trainer und Eltern, als auch in der Außendarstellung, soll deutlich gemacht werden, für was die Borussia steht und wer wofür der geeignete Ansprechpartner ist.

Hoher Qualitätsstandard der Nachwuchsförderung –
Wir wollen durch ein einheitliches Ausbildungskonzept und unter Berücksichtigung moderner Erkenntnisse aus der Trainingsmethodik den Grundstein für eine fundierte Ausbildung legen, beginnend mit dem Grundlagenbereich über den Aufbaubereich bis hin zum Leistungsbereich.

Allgemeine Grundsätze

In unserer Jugendarbeit steht der Mensch an erster Stelle. Als Sportler kann man gewinnen oder verlieren. Aber wir sehen unsere wichtigste Aufgabe darin, jenseits von Sieg oder Niederlage, für eine positive menschliche Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen zu sorgen.


Konkret bedeutet dies:
a. Unsere Jugendarbeit ist stets darauf ausgerichtet, Kinder/Jugendliche sowohl sportlich als auch menschlich zu schulen, wobei unsere Verantwortung weit über den sportlichen Bereich hinausgeht.
b. Persönlichkeitsvermittlung und das Vermitteln von gesellschaftlich relevanten Werten wie Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein stehen im Fokus unseres Handelns.
c. Wir fördern Selbstsicherheit/Selbstverantwortung durch Anerkennung,
konstruktive Kritik sowie fachliche/soziale Kompetenz.
d. „Last but not least“ wird den Kindern/Jugendlichen der Spaß am
„Mannschaftssport“ Fußball vermittelt, indem die Trainer und Betreuer im Spiel und Training für ein positives und angstfreies Klima sorgen.

Soziale Kompetenzen der Jugendarbeit der Spieler

Jeder Spieler ist pünktlich und zuverlässig.
Das heißt, er ist bei Trainingsbeginn umgezogen auf dem Trainingsplatz und kommt pünktlich zu Treffpunkten. Wer zu einem angesetzten Termin nicht erscheinen kann, meldet sich beim Trainer/Betreuer ab.


Jeder Spieler verhält sich respektvoll gegenüber den Mitspielern, den Trainern und Betreuern. Das heißt, er begrüßt jeden Mitspieler, Trainer und Betreuer, spricht höflich und sachlich mit allen und kritisiert konstruktiv.


Jeder Spieler geht sportlich und fair mit den Gegenspielern, deren Trainern und Betreuern und den Zuschauern um. Das heißt, dass er Fouls am Gegenspieler und das Zufügen von Verletzungen vermeidet, sich entschuldigt und den liegengebliebenen Spielern aufhilft. Auseinandersetzungen mit Gegenspielern werden ruhig und sachlich geklärt. Mit Trainern und Betreuern der anderen Mannschaft geht jeder Jugendspieler während des Spiels respektvoll um. Vor den Spielen begrüßt jeder Spieler die Gegenspieler, Trainer und Betreuer. Hineinrufe oder eventuelle Provokationen von Zuschauern ignoriert jeder Jugendspieler.


Jeder Spieler respektiert und akzeptiert die Entscheidungen der Schiedsrichter. Das heißt, die Entscheidungen der Schiedsrichter werden vorbehaltlos anerkannt. Der Spieler konzentriert sich auf das Spiel. Unstimmigkeiten werden sachlich und ruhig nach dem Spiel besprochen.
Jeder Spieler steht zur Jugendabteilung und zu seinem Verein.
Das heißt, er geht mit allen Jugendspielern und Verantwortlichen der Jugendabteilung und allen aktiven Spielern und Verantwortlichen des Vereins respektvoll um. Ein hohes Maß an Loyalität gegenüber der Jugendabteilung wird von jedem Jugendspieler erwartet.

Jeder Spieler respektiert das Eigentum anderer. Das heißt, dass jeder Spieler sorgsam mit Trainingsmaterialien, Einrichtungen und
sonstigen zur Verfügung gestellten Gegenständen umgeht. Das Vermeiden und richtige Entsorgen von Müll gehören ebenso dazu.

Jeder Spieler hat das Recht auf Rückmeldung. Das heißt, dass er sich nach Absprache über seine Entwicklung informieren kann und
Rückmeldungen von den Trainern und Betreuern erhält.

Jeder Spieler hat das Recht auf Mitbestimmung. Das heißt, dass aus den Jugendmannschaften zwei Spieler im Alter ab 16 Jahre sich als Spielervertreter in die Jugendvorstandschaft wählen lassen können. Die Spielervertreter vertreten die Interessen und Belange aller Jugendmannschaften. Sie haben Stimmrecht bei Abstimmungen.

Soziale Kompetenzen der Jugendarbeit der Trainer und Betreuer

Jeder Trainer/ Betreuer ist für seine Spieler da. Das bedeutet, dass sie während des Trainings und den Spielen ihrer Aufsichtspflicht nachgehen, sich um Probleme der Spieler kümmern und auch für außerfußballerische Schwierigkeiten ein offenes Ohr haben.


Jeder Trainer/ Betreuer erarbeitet eigenständig ein Trainingsprogramm.
Das heißt, dass sie im Trainerteam der entsprechenden Jugendmannschaften Trainingsmethoden auswählen, die sich an den im Anhang zum Jugendkonzept angegeben Methoden orientieren und für alle Spieler differenziert spaß- und erfolgversprechend sind.

Jeder Trainer/ Betreuer ist ein Vorbild für die Jugendspieler. Das bedeutet, dass jeder sich so verhält, wie er es auch von seinen Spielern erwartet. Der Begriff des Vorbilds ist aber auch auf weitere Punkte zu erweitern. So ist es wünschenswert, dass sich jeder Trainer/ Betreuer auch mit dem Thema Drogen, dazu zählen wir auch Alkohol und Zigaretten, vorbildlich verhält.

Jeder Trainer/ Betreuer verhält sich respektvoll gegenüber den eigenen Spielern. Er spricht höflich und sachlich mit den Spielern. Kritik am Einzelnen wird mit der Einzelperson sachlich besprochen.

Jeder Trainer/ Betreuer verhält sich vorbildlich gegenüber den Gegenspielern, dessen Trainern und Betreuern und den Zuschauern. Er spricht höflich und sachlich mit den Gegenspielern und deren Trainern/ Betreuern. Die Begrüßung und Auskünfte über die Räumlichkeiten bei Heimspielen gehören ebenfalls dazu. Während der Spiele lebt jeder Trainer/ Betreuer den Spielern
eine respektvolle und sachliche Diskussionsart mit allen beteiligten vor.

Jeder Trainer/ Betreuer respektiert und akzeptiert die Entscheidungen der Schiedsrichter. Die Entscheidungen der Schiedsrichter werden vorbehaltlos anerkannt. Jeder Trainer/ Betreuer konzentriert sich auf seine Mannschaft und das Spiel. Unstimmigkeiten werden sachlich und ruhig nach dem Spiel besprochen.


Jeder Trainer/ Betreuer verhält sich respektvoll gegenüber den Mitgliedern der Jugendabteilung und der Vereine. Er begrüßt jeden höflich und er verhält sich loyal zur Jugendabteilung und zu seinem Verein.

Jeder Trainer/ Betreuer hat das Recht auf Mitbestimmung. Jeder Trainer/ Betreuer kann an den Jugendsitzungen teilnehmen, Belange einbringen und mitgestalten sowie sich in den Jugendvorstand wählen lassen.

Soziale Kompetenzen der Jugendarbeit der Eltern

Die Eltern unterstützen ihre Kinder/ Jugendlichen. Gerade für junge Spieler ist es wichtig, Sicherheit und Orientierung in neuen Situationen zu haben, daher sollten Eltern ihre Kinder in der ersten Zeit zum Training begleiten. Bei Spielen drückt die Anwesenheit der Eltern Respekt und Anerkennung für das eigene Kind aus und ist daher auch sehr wichtig.

Die Eltern verhalten sich respektvoll gegenüber den Spielern. Das heißt, sie unterstützen die Spieler während den Spielen in einer aufbauenden und motivierenden Art. Auch die Gegenspieler und deren Trainer/ Betreuer werden respektvoll behandelt.


Die Eltern verhalten sich respektvoll gegenüber den Trainern/Betreuern. Sie unterstützen die Trainer/ Betreuer bei deren Arbeit und akzeptieren deren Meinungen und Entscheidungen. Ebenso sorgen sie dafür, dass ihre Kinder rechtzeitig zu Trainings- und Spielzeiten anwesend sind.

Die Eltern respektieren und akzeptieren die Entscheidungen der Schiedsrichter. Die Entscheidungen der Schiedsrichter werden vorbehaltlos anerkannt. Die Eltern konzentrieren sich auf das Anfeuern der Mannschaft.
Die Eltern stehen zur Jugendabteilung und zum entsprechenden Verein.
Sie gehen mit allen Jugendspielern und Verantwortlichen der Jugendabteilung und allen aktiven Spielern und Verantwortlichen des Vereins respektvoll um. Bei Festlichkeiten unterstützen sie den Verein und die Jugendabteilung. Das Reinigen der Trikots sollte nach Absprache mit den Trainern von den Eltern erfolgen.

Die Eltern haben ein Recht auf Rückmeldung. Sie können sich nach Absprache über die Entwicklung ihrer Kinder informieren und Rückmeldungen von den Trainern und Betreuern erhalten.

Die Eltern haben das Recht auf Mitbestimmung. Aus dem Kreise der Eltern aller Jugendmannschaften hat ein Erziehungsberechtigter pro Mannschaft die Möglichkeit, sich in die Jugendvorstandschaft als Elternrat wählen zu lassen.
Der Elternrat vertritt die Interessen der Eltern der jeweiligen Mannschaft. Der Elternrat hat Stimmrecht bei Abstimmungen.


Die Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder/ Jugendlichen anzumelden.
Aus versicherungstechnischen Gründen ist es unabdingbar, dass jeder Jugendspieler als ordentliches Mitglied angemeldet ist.

Organisationsstruktur der Jugendabteilung

Für die Organisation der Jugendarbeit ist der Jugendvorstand verantwortlich. Der Jugendvorstand kümmert sich um organisatorische Abläufe innerhalb der Jugendabteilung. Er legt die Richtlinien und Zielsetzung fest, plant und steuert die langfristige Entwicklung der Jugendabteilung. Die Jugendabteilung führt und verwaltet sich selbständig und entscheidet über die Verwendung der ihr zur Verfügung stehenden Mittel.
Wesentliche Aufgaben des Jugendvorstandes/der Funktionsträger


(1) Jugendleiter

  • Übernimmt Vorsitz der Jugendabteilung
  • Repräsentiert die Jugendabteilung sowohl nach innen wie nach außen
  • Achtet darauf, dass die festgelegten Regeln eingehalten werden (regelmäßige Präsenz auf dem Sportplatz ist notwendig)
  • Bindeglied zum Hauptvorstand, ist Mitglied des Fußballvorstandes und hält Kontakt zu anderen Vereinen, dem Verband und Sponsoren
  • Organisiert/leitet regelmäßige Versammlungen des Jugendvorstandes
  • Koordination der Mannschaftsmeldungen, Einteilung der Mannschaften
    (in Abstimmung mit Trainern und Betreuern) 7. Organisiert Traineraus- und Weiterbildung

(2) Jugendgeschäftsführer bzw. dessen Stellvertreter

  • Verantwortlich für die Erstellung, Pflege, Weiterentwicklung sowie Umsetzung des Jugendkonzeptes (in Abstimmung mit der Jugendleitung)
  • Verantwortet das Pass- und Spielberechtigungswesen gegenüber dem Fußballverband
  • Durchführung von Ehrungen bei sportlichen Erfolgen
  • Bearbeitung der Spielerlistenverwaltung
  • Verantwortlich für die Kooperation mit den Schulen
  • Führt die Mannschaftsmeldungen beim Verband 7. Passanträge annehmen und prüfen

(3) Jugendkassierer

  • Verwaltung und Pflege der Jugendkasse
  • Führen der finanztechnischen Unterlagen
  • Erstellung einer Einnahmen- und Überschussrechnung
  • Verwaltung der Mitgliederliste Jugendabteilung
  • Bereitstellung von Kassen für Veranstaltungen
  • Auszahlung von Aufwandsentschädigungen

Umgang mit Sportanlagen und der Ausrüstung

Um eine erfolgreiche Trainingsarbeit zu ermöglichen, ist eine vollständige, funktionstüchtige Ausstattung erforderlich. Die Jugendabteilung ist verantwortlich für die Anschaffung von Trainingsmaterial wie Bällen, Leibchen oder Trainingshilfen. Es sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein, dass die zur Verfügung gestellte Ausrüstung pfleglich behandelt wird. Auch die Tore sollen nicht auf den Plätzen stehen gelassen werden. Für die Sportanlage selbst ist die Kabinenordnung zu beachten. Sollten Mängel am Gebäude oder am Trainingsmaterial festgestellt werden, so ist hierüber eine Meldung an den Jugendleiter abzugeben.

Außendarstellung (z.B. Internetauftritt inkl. Elterngenehmigung)

Die Fußballjugend des FC Borussia Derichsweiler 03 tritt auch über die verschiedenen Altersklassen hinweg als Einheit auf und lebt positive Werte vor. Die Vereinsfarben sind schwarz/weiss und unterstützen ein einheitliches Auftreten sowie einen Wiedererkennungswert in der Öffentlichkeit. Neben dem äußeren Erscheinungsbild trägt jeder Spieler und Trainer durch sein Verhalten dazu bei, das Meinungsbild über den Verein in der Öffentlichkeit positiv zu beeinflussen. Nachfolgend aufgeführte Punkte sind uns bei der Außendarstellung wichtig:
(1) Einheitliches Erscheinungsbild der Mannschaften
(2) Zukünftige Anschaffungen von Trikots, Trainingsanzügen usw. müssen in den Vereinsfarben getätigt werden.
(3) Einheitliches Outfit für die Trainer/Betreuer, die grundsätzlich bei Spielen getragen werden sollen.
(4) Der Verein hat eine eigene Homepage, auf welcher regelmäßig aktuelle und mannschaftsübergreifende Berichterstattung über Ergebnisse, Spielankündigungen, Ansprechpartner, Trainingszeiten etc. eingepflegt werden
(5) Einheitliche Außendarstellung über Social-Media-Kanäle wie Instagram, Youtube etc. – Beiträge im Internet müssen allerdings von der Jugendleitung freigegeben werden. Darüber hinaus ist aus datenschutzrechtlichen Gründen grundsätzlich eine Elterngenehmigung für jedes Kind von den Trainern/Betreuern einzuholen.

Sportlicher Bereich

Unser Grundsatz im Jugendfußball ist:
Kinder- und Jugendtraining darf keine Kopie des Erwachsenentraining sein!
Sportliche Zielsetzung
Allgemeines, sportliches Ziel der Jugendarbeit ist neben einer Stärkung von individueller Spielfähigkeit und Spielerentwicklung die Förderung des mannschaftlichen Gruppenerlebnisses und der darin enthaltenen Kompetenz zur Teamfähigkeit. So führen Spielwitz und Kreativität der Kinder/Jugendlichen nur dann zum Erfolg, wenn es gelingt, individuelle Stärken zu fördern und gleichzeitig gefestigte Teamstrukturen zu etablieren. Der Erfolg misst sich hier, im Gegensatz zum Erwachsenenfußball, nicht an der Tabelle, sondern am Spielerlebnis und am Fortschritt jedes einzelnen Kindes/Jugendlichen und des gesamten Teams. Jedem Kind/Jugendlichen soll es – unabhängig von seinem individuellen Leistungsvermögen – ermöglicht werden, Fußball zu spielen.
FC Borussia Derichsweiler 03 verfügt sowohl über eine hervorragende Infrastruktur als Basis für optimale Trainingsbedingungen, als auch über ein sehr großes Einzugsgebiet für interessierte Kinder/Jugendliche. Von daher ist davon auszugehen, dass mehrere Mannschaften in den einzelnen Jugendbereichen am Spielbetrieb teilnehmen können. Insbesondere in den älteren Jugendbereichen (ab C-Jugend) wird daher eine regelmäßige Teilnahme der leistungsstärkeren Jugendmannschaften in höheren Spielklassen (Sondergruppe, Bezirksliga) angestrebt. Um auch leistungsorientierten Jugendlichen dann die Möglichkeit zu geben, ihre Potenziale voll auszuschöpfen und sich weiter zu entwickeln, ohne den Verein wechseln zu müssen.
Aus der obengenannten Zielsetzung leiten sich folgende konkrete Schlussfolgerungen ab:

  • Ständiges Bemühen, eine ausreichende Zahl von Kindern/ Jugendlichen für die
    Jugendteams des Vereines zu begeistern
  • Im Spielbetrieb sollte darauf geachtet werden, dass jedes Kind eine angemessene
    Zeit mitspielen kann
  • Die Ausbildung der Kinder/Jugendlichen erfolgt altersgerecht und qualifiziert auf
    Basis der aktuellen DFB-Grundsätzen
  • Talente sollen speziell ggf. auch über die Grenzen des Vereins gefördert werden
  • Die Entwicklung der Einzelspieler und der Mannschaft haben Vorrang vor dem
    Gewinn von Meisterschaften
  • Langfristig gesehen sollen die Kinder/Jugendlichen an den Verein gebunden
    werden, um damit im Seniorenbereich als eigener Nachwuchs für den Spielbetrieb
    zur Verfügung zu stehen.

Schlusswort

Das schönste Jugendkonzept bleibt nur ein Stück bedrucktes Papier, wenn es nicht umgesetzt und gelebt wird. Um das Konzept in die Praxis umzusetzen, brauchen wir motivierte Menschen, die sich mit dem Inhalt auseinandersetzen, sich damit identifizieren und sich davon inspirieren lassen. Außerdem sollen sich Trainer/
Betreuer, Funktionäre, aber auch die Eltern, immer wieder Gedanken machen, um das Konzept permanent weiter zu entwickeln.
Um es nochmal deutlich zu machen, wofür das Jugendkonzept steht:
Das Jugendkonzept

  • soll eine Hilfestellung für ALLE sein
  • ersetzt nicht die Eigenverantwortung der Trainer/Betreuer
  • ist offen für neue Ideen, Anregungen, Ergänzungen und Kritik.

Somit bleibt uns als Verantwortliche des Jugendvorstandes nur der eindringliche Appell an ALLE Beteiligten, uns bei der konsequenten Umsetzung und Verinnerlichung des Konzeptes zu unterstützen. Wir sind uns sicher einig, dass dies ein wichtiger und konsequenter Schritt in die richtige Richtung einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Jugendarbeit bedeuten würde. Es versteht sich von selbst, dass wir dieses Konzept im Laufe der Zeit ständig überprüfen, aktualisieren und damit verbessern werden